Künstlerhaus Bremen

7 Ways to Overcome the Closed Circuit


Eine Ausstellungskooperation zwischen dem Künstlerhaus Bremen
und dem Museum of Contemporary Art Belgrade

Ulf Aminde / Libia Castro & Ólafur Ólafsson / Marlene Haring /
Eva Koťátková / Mladen Miljanović  / Ivana Smiljanić / Saša Tkačenko

Eröffnung // Opening:
Fr  20.09.2013, 19:30 Uhr
21. September – 29. Dezember 2013

Begrüßung // Welcoming speech:
Angela Piplak, Geschäftsführung Künstlerhaus Bremen
Einführung // Introduction:
Stefanie Böttcher, Künstlerische Leitung Künstlerhaus Bremen und Una Popović, Kuratorin Museum of Contemporary Art in Belgrad

Öffnungszeiten: Mi - So 14.00 - 19.00 Uhr
Opening hours: Wed - Sun 14.00 - 19.00 hrs
Geschlossen // closed: 03.10., 25. & 26.12.2013

Künstlerhaus Bremen // Am Deich 68/69 // 28199 Bremen 
Tel: 0049.(0)421.508 598 // Fax: 0049.(0)421.508 305
Mail: buero@kuenstlerhausbremen.de 
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7ways2013

Programm // Programme:
26.09.2013, 20:00 // 7 Different Initiatives to Overcome... // Una Popović und Ivan Petrović, Fotograf und Gründer des Centre for Photography, Belgrad
17.10.2013, 19:00 // Künstlerische Grenzbewegungen // Vortrag von Dr. Anna-Lena Wenzel, Kunsttheoretikerin, Berlin
22.11.2013, 19:00 // Sibylle Springer lädt ein // Premiere Halldorophone Suite Nr. 1 von Hlynur Aðils Vilmarsson, performt von Lynda Cortis // Stadtwaage Bremen, Langenstraße 13
Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit REM, projektgruppe neue musik bremen statt.
05.12.2013, 19:00 // Doris Weinberger lädt ein // Lecture von Stefan Kaegi, Theatermacher und Mitglied von Rimini Protokoll // Atelier Doris Weinberger, Künstlerhaus Bremen

Führungen // Guided tours:
07.11.2013, 19:00 //  19.12.2013, 19:00

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Das diametrale Begriffspaar Innen – Außen setzt eine Grenzziehung voraus. Bedingung ist eine Fläche oder Linie, an der wesenhaft Unterschiedliches aufeinander trifft. Darüber hinaus schließt sich zwangsläufig jede Scheidelinie. In der Welt gibt es kein totales Ineinander. Die Existenz manifestiert sich in der Abgrenzung. Aber gerade diese unüberwindbare Gegebenheit bildet das eigentlich Reizvolle. Sie bezieht sich nicht einfach auf administrative oder politische Grenzen, sondern ist viel weiter gefasst und umspielt die Hülle des Körpers ebenso wie die Mauern einer Ausstellungsinstitution oder die Ausmaße eines Gedankens.

7 Ways to Overcome the Closed Circuit widmet sich der Perforierung der Membran, die zwischen jedem Ding oder Element besteht. Die beteiligten Künstler präsentieren ihre Ergebnisse der steten Durchlöcherung dieser Haut, dem Ausbruch aus dem System, in dem sie dennoch verhaftet bleiben. Gezeigt werden künstlerische Versuche des Ausbruchs aus dem Kreislauf, während der Kreis selbst als Material gesehen und bearbeitet wird. Darin liegt Verlockung und Gefahr zugleich, denn das Hinaustreten aus dem Kreis bedeutet zugleich das Anecken an ihn. Radikale, subversive, poetische Akte leiten das Überwinden von Staatsgrenzen, architektonischen Einheiten, mentalen Barrieren bis hin zu gesellschaftlichen Konventionen ein.

7 Ways to Overcome the Closed Circuit entsteht in Kooperation mit dem Museum of Contemporary Art in Belgrad. Dort eröffnet im November 2013 der zweite Teil der Ausstellung.


The diametrical term pairs inner vs. outer imply a demarcation. The condition is a space or line, where essential diversities get together. Furthermore it’s inevitable that each separating line gets closed at a certain point. The absolute dissolving does not exist. In bordering, existence becomes manifest and particularly this insuperable fact forms the real fascination. Not only does it refer to administrative or political borders, but is much more far-reaching, affecting the mantle of the body just like the walls of a museum or the extent of a thought.

7 Ways to Overcome the Closed Circuit is devoted to perforating the membranes that divide every element and thing. The participating artists present the result of having constantly puncturing this skin, making an escape from a system to which they nonetheless cling to. Artistic attempts to break out of the closed circuit will be on show while the “circle” itself is treated as a working material. Temptation and danger are equally involved in this process, because leaving the circuit also means acting against it. Extreme, subversive, quiet, loud or poetic acts initiate the overcoming of frontiers – be they between states or architectural units, be they mental barriers or social conventions.

7 Ways to Overcome the Closed Circuit is presented in cooperation with the Museum of Contemporary Art Belgrade, where the second part of the exhibition will open in November 2013.

 


Sibylle Springer lädt ein

Uraufführung der Halldorophone Suite Nr. 1 von Hlynur Aðils Vilmarsson. Am Halldorophone spielt Lynda Cortis.
Freitag 22. November 2013 um 19:00 Uhr in der Stadtwaage Bremen

Die Veranstaltung Sibylle Springer lädt ein bildet den Auftakt zu einem neu entwickelten Veranstaltungsformat des Künstlerhauses Bremen, welches die Ateliers stärker in den Blickpunkt rückt und die Kommunikation zwischen Künstlerschaft und Öffentlichkeit weiter öffnen soll. Es werden Einblicke in die Gedanken und Arbeitsmethoden der Künstler gewährt.
Durch die Programmreihe erhalten die Künstler aus dem Haus die Möglichkeit einen Gast einzuladen, der für ihr künstlerisches Denken wichtig und inspirierend ist. Die Auswahl und der Ort der Veranstaltung obliegt allein den Künstlern, das entstehende Format dem eingeladenen Gast.
Die erste Künstlerin ist Sibylle Springer und ihre Einladung gilt dem isländischen Bildenden Künstler Halldór Úlfarsson. Er ist der Erfinder des Halldorophones, einem elektroakustischen Streichinstrument, das er auf der Grundlage des Violoncellos weiterentwickelt hat. Zusammen mit dem isländischen Komponisten Hlynur Aðils Vilmarsson ist während eines mehrwöchigen Aufenthaltes im hiesigen Gastatelier eine neue Halldorophone Suite entstanden, die auf Johann Sebastian Bachs Suite Nr. 1 für Violoncello basiert. Diese wird nun erstmalig von Lynda Cortis aufgeführt.


7 Different Initiatives to Overcome...

Vortrag von Una Popović und Ivan Petrović
Donnerstag, 26. September 2013 um 20:00 Uhr


Ivana Smiljanić, Doubt/Determination, 2013, Stempeldruck, Maße variabel, Fotografie: Tobias Hübel

Im Rahmen der Gruppenausstellung 7 Ways to Overcome the Closed Circuit, die in Kooperation mit dem Museum of Contemporary Art in Belgrad entstanden ist, laden wir Sie herzlich zu einem Vortrag von Una Popović (Kuratorin, Salon of the Museum of Contemporary Art Belgrade) und Ivan Petrović (Künstler, Fotograf und Gründer des Centre for Photography, Belgrad) am Donnerstag, den 26. September 2013 um 20:00 Uhr ein.

In ihrem Vortrag geben Una Popović und Ivan Petrović einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der serbischen Kultur- und Kunstszene der letzen Jahre. Dabei gehen sie exemplarisch auf sieben ausgewählte Positionen ein, die durch verschiedene Strategien, Organisationen, einzelne Initiativen oder durch speziell institutionelles Wirken realisiert wurden und werden. Die vorgestellten zeitgenössischen Strömungen und Entwicklungen sind individuelle und subjektive Betrachtungen der beiden Referenten und repräsentieren ihre persönlichen Erfahrungen als Kulturschaffende in Serbien.

Die Veranstaltung findet in Englischer Sprache statt.


Künstlerische Grenzbewegungen. Von Überschreitungen und Unterwanderungen

Vortrag von Dr. Anna-Lena Wenzel
Donnerstag, 17. Oktober 2013, 19:00 Uhr


Eva Koťátková,Theatre of Speaking Objects, 2012, Installationsansicht, Künstlerhaus Bremen 2013, diverse Materialien,
Maße variabel, Courtesy Galerie Meyer Riegger, Fotografie: Tobias Hübel

Im Rahmen der Gruppenausstellung 7 Ways to Overcome the Closed Circuit laden wir Sie herzlich zu einem Vortrag von Dr. Anna-Lena Wenzel (Kunsttheoretikerin, Berlin) am Donnerstag, den 17. Oktober 2013 um 19:00 Uhr ins Künstlerhaus Bremen ein.

Aufbauend auf ihrer Dissertation wird Dr. Anna-Lena Wenzel in die Begriffe Grenze und Grenzüberschreitung einführen, verschiedene künstlerische Grenzüberschreitungen vorstellen und ergänzend dazu philosophische Konzepte von Grenzbewegungen benennen. Im Anschluss gibt sie unter Berücksichtigung der künstlerischen Positionen in der Ausstellung einen Ausblick auf ihr aktuelles Forschungsthema, das sich mit  künstlerischen Verweigerungsstrategien beschäftigt.

Dr. Anna-Lena Wenzel (*Hamburg), ist Kunsttheoretikerin, Kuratorin und Kritikerin. Nach ihrem Studium der Angewandten Kulturwissenschaften in Lüneburg, promovierte sie über Grenzüberschreitungen in der Gegenwartskunst. Von 2010 bis 2013 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt Urbane Interventionen an der HFBK. In Hamburg realisierte sie 2010 das Ausstellungsprojekt Von dritten Räumen; sie schreibt u.a. für die Online-Magazine 99% Urban, vonhundert und den donnerstag-blog.

 


Die Ausstellung wird gefördert durch // The exhibition is funded by

 

Herzlichen Dank an // Many thanks to: