Künstlerhaus Bremen

Aktuell


Christian Holtmann

I'M THIS - I'M THAT

26. April - 06. Juni 2013
Eröffnung // Opening: Freitag, 26. April 2013, 18.00 Uhr

»I kill for you if you want« prangt auf einer großformatigen mehrteiligen Papierarbeit. Auf einer anderen steht »Baby bitte mach dir nie mehr Sorgen um Geld«. Die Worte hat Holtmann wie bei einer Collage aus den Schriftzügen von bekannten Konsum-Marken und von Banken geformt. Daneben hängt die Verpackung eines Schokoriegels, der nach einem Buchstabendreher »Wars« heißt.

Aber auch Künstler wie Hirst, Meese und Lüpertz betrachtet Holtmann als Marken, mit denen man spielen kann. Mal ist er Gerhard Richter, mal Jonathan Meese. Der Bremer Künstler schleicht sich in die Porträts seiner berühmten Kollegen. »Das sind alles Künstler, die ich wirklich gut finde«, sagt Holtmann. »Es ist eine Hommage, eine Annäherung.«

Wie bei allen seiner Arbeiten geht es ihm dabei um die von den Medien erzeugten Bilder und um deren Wiedererkennungswert.

Christian Holtmann sagt von sich, er sei »ein Fernsehkind« gewesen, das »abends allein zu Hause ganz viel und ganz früh geguckt« und »keine Vorbilder« gehabt habe. Die alten galten längst als begraben unter ihren muffigen Talaren; die neuen dämmerten bekifft dem Morgenrot entgegen. Er wuchs mit der »Sesamstraße« auf, später dann mit Filmen wie »Rocky«, »Soylent Green«, »Westworld« und »Zabriskie Point«.

Was ihn faszinierte, waren nicht die Geschichten, denen er als Kind ohnehin kaum folgen konnte. Es waren stets die Formen und die Farben. Deshalb auch war er mit fünf Jahren mächtig stolz auf seine T-Shirts: eines mit dem Union Jack und eines mit dem Sternenbanner, das ihm so vertraut war wie die Schokoriegel aus dem nächsten Supermarkt, die Autos auf den Parkplätzen ringsum. Das Westdeutschland jener Jahre war sein Amerika, ein freies Land mit freier Fahrt für freie Bürger

Um diese Bilder zu verarbeiten und Platz für jene schaffen zu können, die er inzwischen zu sehen begann, musste er sich der Kunst zuwenden. Schon bald produzierte er wie besessen ein buntes Bildgestöber. Hier wird nichts »kritisch hinterfragt« und auch nichts »entlarvt«; hier wird nicht gewichtet und gerichtet. Es ist eine Magical Mystery Tour durch die Bilderwelt der Medien, unternommen mit wachem Blick und feinem Gespür für Motive, Farben und Proportionen; dazu mit einem ausgeprägten Sinn für Heiterkeit und Komik.

Mi - Fr 14 bis 18 Uhr
Sa 12 - 16 Uhr

Evelyn Drewes Galerie
Burchardstraße 14
20095 Hamburg

Barbara Rosengarth

Galerie Art Forum

21. April - 28. Juni 2013
Eröffnung // Opening: Sonntag, 21. April 2013, 16.00 Uhr

Ausstellung mit Annette Sauermann

Do und Fr 9 - 17 Uhr (nach Absprache)

Galerie Art Forum
Nassaustraat 15
BL-2000 Antwerpen

Claudia Christoffel Kerstin Drobek Kornelia Hoffmann Patricia Lambertus Isolde Loock Andrea Lühmann Christine Prinz Edith Pundt Barbara Rosengarth Mia Unverzagt

Law & Order

04. Dezember 2012 - 11. Januar 2013
Eröffnung // Opening: Dienstag, 04. Dezember 2012, 17.00 Uhr

Das Sozialgericht Oldenburg und die AG Kunst in der Oldenburgischen Landschaft zeigen die Ausstellung „Law and Order“ mit Arbeiten von fünfzehn Künstlerinnen und Künstlern im Elisabeth-Anna-Palais.

Die Fügung „Law and Order“ (Gesetz und Ordnung) ist ein fester Begriff geworden, der gesellschaftliches Rechtsdenken ebenso bestimmt wie populistische Auslegungen, die jenes gefährden können. Künstlerinnen und Künstler aus Bremen und Oldenburg haben das Begriffspaar in verschiedenen Kontexten (sozial, politisch, philosophisch, ästhetisch) reflektiert und für ihre Arbeit eigenen Ordnungsformen geschaffen, die „Law and Order“ überraschende Ansichten und Einsichten abgewinnen.

Zu sehen sind in der Ausstellung „Law and Order“ Werke von Kerstin Drobek, Claudia Christoffel, Tom Gefken, Eugenia Gortchakova, Marikke Heinz-Hoek, Kornelia Hoffmann, Patricia Lambertus, Katia Liebmann, Isolde Loock, Andrea Lühmann, Christine Prinz, Edith Pundt, Edeltraud Rath, Barbara Rosengarth und Mia Unverzagt.

Montag bis Donnerstag 9.00 - 15.30 Uhr, Freitag 9.00 - 12.30 Uhr

Am 12. , vom 24. bis zum 26. Dezember ist die Ausstellung geschlossen, ebenso vom 31. Dezember bis zum 1. Januar.

Sozialgericht Oldenburg im Elisabeth-Anna-Palais
Schloßwall 16
26122 Oldenburg