Claudia Kapp // Michael Rieken // Mary hat ein kleines Lamm
28. Januar bis 19. März 2006
Eröffnung // Opening: Fr 27. Januar // 19.30 Uhr
Begrüßung // Welcoming speech:
Waltraut Steimke, Geschäftsführung Künstlerhaus Bremen
Einführung // Introduction:
Susanne Pfeffer, Künstlerische Leitung Künstlerhaus Bremen
Öffnungszeiten: Mi – So // 14.00 – 19.00 Uhr
Opening hours: Wed – Sun // 14.00 – 19.00 hrs
Künstlerhaus Bremen // Am Deich 68/69 // 28199 Bremen
Tel: 0049.(0)421.508 598 // Fax: 0049.(0)421.508 305
Mail: buero@kuenstlerhausbremen.de
Programm // Programme
- Do 2.2.06 19.00 Uhr // Do 16.2.06 19.00 Uhr // Do 16.3.06 19.00 Uhr // Führungen // Eintritt frei
- Sa 18.2.06 20.00 Uhr // Monitoring the Phenomena - Eine phonographische Filmnacht // Eintritt frei
- Do 2.3.06 19.30 Uhr // Hausbesuch # 6 // Führung durch die Ausstellung und Besuch der Ateliers von Norbert Bauer und Patricia Lambertus
- Do 9.3.06 19.30 Uhr // Schleimstoffgebilde. Anekdoten von alten Medien. // Vortrag von Dr. Joseph Imorde // Kunsthistoriker und Publizist, Berlin/Rom // Eintritt frei
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Mary hat ein kleines Lamm Das liebte sie so sehr Wo sie auch war wohin sie ging Das Lamm lief hinterher
Als Thomas Alva Edison im Jahre 1877 die ersten Versuche mit seiner neuen Erfindung, dem Phonographen, unternahm, verfiel er auf die erste Strophe des Kindergedichtes Mary had a little lamb. Von Edison wird erzählt, er habe über Jahrzehnte hinweg an der Entwicklung von Geräten gearbeitet, die eine Verständigung mit Verstorbenen ermöglichen sollten. Damit stand er nicht allein. Viele Forscher und Erfinder der Zeit unterschieden bei der Erforschung physikalischer und chemischer Phänomene nicht streng zwischen Transzendentem und Realem. Sie versuchten, Übersinnliches durch neue Verfahren zu erschließen und arbeiteten an Techniken, die einen Zugang zum Magischen, zum Irrealen und zum Übersinnlichen eröffnen sollten. Die Erinnerung daran und das imaginative Potential solcher Versuche bilden die motivischen Ausgangspunkte der Rauminstallation, die Claudia Kapp und Michael Rieken für das Künstlerhaus Bremen entwickelt haben.
Claudia Kapp, geboren 1972 in Freiburg, studierte nach ihrer Ausbildung zur Schneiderin Freie Kunst an der HfK Bremen sowie Image and Sound an der Königlichen Akademie für Bildende Künste in Den Haag (1998-2005). Zuletzt erhielt sie den Hochschulpreis der HfK Bremen sowie den Videokunst Förderpreis Bremen.
Michael Rieken wurde 1953 in Wilhelmshaven geboren. Nach einer Lehre zum Bürokaufmann begann er als bildender Künstler und Musiker zu arbeiten, dabei kooperiert er stets mit anderen Künstlern.
Mary had a little lamb Its feet were white as snow And everywhere that Mary went The lamb was sure to go
When Thomas Alva Edison was involved in the first experiments with his new invention, the phonograph, in 1877, he was very taken by the first verse of the children's nursery rhyme Mary had a little lamb. It is said of Edison that for decades he worked on appliances that were intended to enable people to communicate with the dead. He was not alone in this. At the time, many researchers and inventors exploring physical and chemical phenomena made no strict distinction between the transcendent and the real. They used new methods in their attempts to investigate the supernatural, and worked on techniques which they hoped would provide access to the realm of the magical, the unreal and the extrasensory. The memory of such experiments and their imaginative potential are what formed the points of departure for the space installation developed by Claudia Kapp and Michael Rieken for the Künstlerhaus Bremen.
Claudia Kapp, born in Freiburg in 1972, first trained as a dressmaker, then studied art at the HfK Bremen and image and sound at the Königliche Akademie für Bildende Künste in The Hague, 1998-2005. Recently she received the HfK Bremen prize and the City of Bremen's award for video art.
Michael Rieken was born in Wilhelmshaven in 1953. After an apprenticeship as an office clerk, he started working as a fine artist and musician, always in cooperation with other artists.
Claudia Kapp // dear international mary // Katalog zur Ausstellung Mary hat ein kleines Lamm, hrsg. v. Susanne Pfeffer // Künstlerhaus Bremen, Revolver - Archiv für aktuelle Kunst, Frankfurt am Main, 2007

