Künstlerhaus Bremen

Editionen #1 - Astrid Nippoldt


*1973
in Gießen // lebt in Bremen
2005
Baltic Drift, Water Pieces 05, 5th International Video Art Festival, Riga / Vilnius
2005
Silent Shorts, Medienhafen Düsseldorf, Düsseldorf
2005
X_periment>L Nr.8, Rotterdam
2004
Award for Heroic Turn, Art Barcelona Association, Barcelona
2004
Universal Pictures, Galerie Olaf Stüber, Berlin
2004
Multiple Choice, Centrum Beeldende Kunst, Nimwegen
2004
Bloop, Städtische Galerie, Bremen
2004
Innocent, Centrum Beeldende Kunst, Nimwegen
2004
Arbeitsstipendium der Jürgen Ponto-Stiftung, Frankfurt am Main
2004
Cité Internationale des Arts, Paris
2003
Looking through a hole large enough for me to see you, but not
2003
large enough for you to see me, La Salle de Bain, Lyon
2003
Projected Works, Lisson Gallery, London
2003
small fires burning, Grazer Kunstverein, Graz
Astrid Nippoldt
Prolog, 2005
Video auf DVD, 60 sek., Farbe, stereo, PAL
12 Exemplare
Hergestellt für das Künstlerhaus Bremen
? 450,-

Undeutlich erscheint ein Gesicht für einen kurzen Moment vor der Kamera: ein Hauch und gleißendes Licht. Umgeben von einem dumpfen Rauschen wartet man gespannt auf die Erscheinung hinter dem sich verkleinernden Lichtoval, das einem fremden Sonnensystem gleicht.
Das Rauschen ebbt ab, ein rhythmisches Ticken setzt ein. Begleitet von einem spannungsgeladenen, unheilvollen Ton taucht aus der Dunkelheit eine blendende Lichtquelle auf. Nach und nach verschwindet das Licht und eine unwirkliche Szenerie wird sichtbar, erleuchtet durch eine Reihe von Glühbirnen über denen ein bläulicher Schriftzug thront: WORLD. Erst einsetzende Straßengeräusche und sich schnell entfernende Schritte lassen den Betrachter den Weg zurück in seine eigene Welt finden.
Die Ambivalenz von Licht und Dunkelheit, der Gegensatz zwischen ?verführerischem Hell und schwarzem Nichts?, die Irritation unserer alltäglichen Wahrnehmungsgewohnheiten ziehen sich durch das Werk der Künstlerin Astrid Nippoldt. In ihren Zeichnungen und Videoinstallationen greift sie reale, bekannte Szenen, Orte und Geräusche auf und entführt den Betrachter in ihm scheinbar unbekannte Welten. Die Kombination von ungewöhnlichen Lichtsituationen, fortlaufender Bewegung und darauf abgestimmten Tönen hinterlässt dabei nicht selten eine nur vage Ahnung von Bekanntem und impliziert zugleich stets das intensive Erleben der eigenen Wahrnehmung.