Künstlerhaus Bremen

Editionen #1 - Matthias Weischer


*1973
in Elte // lebt in Leipzig
2005
L?esperienza dell?arte, 51. Biennale Venedig, Venedig
2005
David, Matthes und ich, Kunstverein Nürnberg, Nürnberg / Kunstverein Bielefeld, Bielefeld
2005
Eitel, Schnell und Weischer, Galerie Eigen + Art, Berlin
2005
From Leipzig, Cleveland Museum of Art, Cleveland
2004
Simultan, Künstlerhaus Bremen, Bremen
2004
Preisträger der Rolex Mentor und Meisterschüler Initiative, Mentor: David Hockney
2004
Galerie LIGA, Berlin
2004
Northern Light: Leipzig in Miami, Rubell Family Collection, Miami
2003
Anthony Wilkinson Gallery, London
2003
Galerie LIGA, Berlin
Jan Timme
o.T. // WV. Nr. 766-768, 2005
Jackson Pastell-Ölkreide, Grafit auf Papier
26,5 x 38 cm
3 Unikate
Hergestellt für das Künstlerhaus Bremen
? 1.200,-

Das eigene Atelier ist wohl derjenige Raum des Malers, den er am besten kennt. Er verbringt Tage und Nächte in ihm. Jeder, der einmal ein Maleratelier betreten hat, kennt diese eigentümliche Atmosphäre, durchtränkt vom Geruch der Ölfarben, das Eindringen in eine intime Arbeitssituation, die vielen herumstehenden und liegenden zumeist noch unvollendeten Gemälde und Skizzen.
In den drei Zeichnungen von Matthias Weischer werden nicht – wie man vielleicht erwarten würde – lichtdurchflutete, offene Ateliers dargestellt, sondern von der Außenwelt abgeschirmte, dunkle Räume. Gemälde hängen an den Wänden und liegen im Raum herum. Eine Posaune schwebt gen Boden. Chinesische Vasen reihen sich auf einem schweren Holzschrank.
Der vielschichtige braune Grund der Bilder, die schweren, dichten Vorhänge und die dunklen Holzmöbel stehen im auffälligen Kontrast zu den im Raum verteilten Gemälden. Diese wirken wie Stereotype abstrakter Malerei. Dominiert werden die drei dargestellten Räume von einer Staffelei, auf der eine Leinwand steht. Kämpferisch erstrahlt eine Faust. Der sozialistische Gruß wird zur Kurzformel einer Utopie stilisiert. Atmosphärische Versatzstücke erscheinen als Elemente einer Karikatur. Eine der drei Arbeiten zeigt eine Figur, den Maler, hineingekratzt in den Grund der Zeichnung. Zerrissen zwischen den Epochen oszilliert sie in grotesker Verzerrung zwischen Narr und Magier.