Künstlerhaus Bremen

Kilian Rüthemann // Walking Distance


Eröffnung: Freitag, 21. Mai 2010, 19:30 Uhr
22. Mai – 15. August 2010

Begrüßung // Welcoming speech:
Stefanie Böttcher, Künstlerische Leitung
Künstlerhaus Bremen

Öffnungszeiten: Mi - So 14.00 - 19.00 Uhr
Opening hours: Wed - Sun 14.00 - 19.00 hrs

Künstlerhaus Bremen // Am Deich 68/69 // 28199 Bremen
Tel: 0049.(0)421.508 598 // Fax: 0049.(0)421.508 305
Mail: buero@kuenstlerhausbremen.de
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Programm // Programme:
24.06.2010, 19:00 // Hausbesuch #10 // Führung durch die aktuelle Ausstellung sowie durch die Ateliers von Claudia Christoffel und Preechaya Siripanich
22.07.2010, 19:00 // Filmabend The Wild Blue Yonder (USA 2005, 84 min.) von Werner Herzog
Führungen // Guided tours:
29.05.2010, 18:00 + 19:30 // 08.07.2010, 19:00

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Architekturen von Räumen und Erscheinungsformen von Baumaterialien sind die beiden Pole, zwischen denen sich Kilian Rüthemanns bildhauerische Eingriffe entspinnen. Ausgangspunkt bildet zumeist eine konkrete Örtlichkeit, deren tektonisches Gerüst Anlass zur Umformung gibt. Einfache Substanzen wie Gips, Zucker oder Bitumen sind Rüthemanns Werkstoffe, doch wechseln diese oftmals im Laufe des Schaffensprozesses ihren Aggregatzustand. Gips wird mit Wasser vermengt, Zucker mittels Feuer geschmolzen und nach dem Erkalten zerstückelt. So entstehen Werke, die von ihrer eigenen Wandelbarkeit und Vergänglichkeit zeugen, die sich mitunter in die vorhandene Architektur einbetten, sie gelegentlich aber auch konterkarieren. Mittels unterschiedlicher Handhabung testet Kilian Rüthemann immer wieder das formale wie auch skulpturale Potenzial einfacher Materialien aus. Deren Transformierbarkeit macht er sich dabei zunutze, um Raum zu reorganisieren und den Besucher mit neuartigen Formationen zu überraschen.

Kilian Rüthemann (*1979 in Bütschwil, lebt in Basel) absolvierte eine Ausbildung zum Steinbildhauer und studierte Freie Kunst an der Hochschule für Kunst und Gestaltung Basel. Seine Werke waren in Einzelausstellungen im Museum für Gegenwartskunst Basel, Kunsthaus Glarus und Istituto Svizzero di Roma zu sehen. Er nahm an der 5. Berlin Biennale teil. Walking Distance im Künstlerhaus Bremen ist Rüthemanns erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland.

Basel-KulturPlatzBasel-LandschaftPlatzPro-Helvetia


 

Architectural spaces and the appearance of building materials are the two poles between which Kilian Rüthemann develops his sculptural interventions. His point of departure is usually a concrete place whose tectonic shell provides him with the occasion to reshape it. Rüthemann works with simple substances, such as plaster, sugar or bitumen, often changing their aggregate state in the course of the creative process. Plaster is mixed with water, sugar melted with heat and then broken up when it has cooled. This gives rise to works that testify to their own mutability and transience, that occasionally embed themselves in the existing architecture, but sometimes also thwart it. By handling these simple materials in different ways, Rüthemann repeatedly tests their formal and sculptural potential. He avails himself of their variableness to reorganise space and surprise the visitors with new formations.

Kilian Rüthemann (*1979 in Bütschwil, lives in Basel) trained as a stone sculptor and then studied art at the Hochschule für Kunst und Gestaltung in Basel. His works have been shown in solo exhibitions at the Museum für Gegenwartskunst Basel, the Kunsthaus Glarus and the Istituto Svizzero di Roma. He took part in the 5th Berlin Biennale. Walking Distance at the Künstlerhaus Bremen is Rüthemann’s first institutional solo exhibition in Germany.

Basel-KulturPlatzBasel-LandschaftPlatzPro-Helvetia


Hausbesuch #10

Claudia Christoffel / Preechaya Siripanich
Do, 24.06.2010, 19:00 Uhr

Führung durch die aktuelle Ausstellung Kilian Rüthemann Walking Distance im Künstlerhaus Bremen.

Besuch der Ateliers der Künstler Claudia Christoffel und Preechaya Siripanich.
Stefanie Böttcher und Waltraut Steimke stellen Ihnen die Positionen vor.

 

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Filmabend
The Wild Blue Yonder von Werner Herzog
Donnerstag, den 22. Juli 2010, 19:00 Uhr / Eintritt frei

Ein Außerirdischer, der als Abgesandter seines Planeten Wild Blue Yonder auf die Erde gereist ist, erzählt von der Zerstörung seines Heimatplaneten. Auf der Erde angekommen, findet er sie jedoch in einem ebenso desaströsen Zustand vor. Dies lässt die Siedlungspläne seines Volkes auf dem blauen Planeten als unmöglich erscheinen. Die Bewohner der Erde haben bereits selbst Astronauten auf die Suche nach einer neuen Heimat in die Weiten des Alls geschickt.

Werner Herzogs Vision einer hoffnungslosen Suche nach einer neuen Heimat kombiniert sphärische NASA-Aufnahmen und Unterwassersequenzen des Naturfilmers Henry Kaiser mit der ätherischen Musik des Cellisten Ernst Reijsiger und dem Sänger Mola Sylla zu einem beeindruckenden Film, der die Schönheit der Erde beschwört, die es zu achten und zu schützen gilt.