Nichts weiter als ein Rendezvous
5. August - 8. Oktober 2006
Eröffnung / Opening: Fr 4. August // 19.30 Uhr
Begrüßung // Welcoming speech:
Waltraut Steimke, Geschäftsführung Künstlerhaus Bremen
Einführung // Introduction:
Susanne Pfeffer, Künstlerische Leitung Künstlerhaus Bremen
Öffnungszeiten: Mi – So // 14.00 – 19.00 Uhr
Opening hours: Wed – Sun // 14.00 – 19.00 hrs
Künstlerhaus Bremen // Am Deich 68/69 // 28199 Bremen
Tel: 0049.(0)421.508 598 // Fax: 0049.(0)421.508 305 Mail: buero@kuenstlerhausbremen.de
Programm // Programme
- Do 10. August 19.30 Uhr // Filmabend im Künstlerhaus // Letztes Jahr in Marienbad // Alain Resnais (1961)
- Do 14. September 19.30 Uhr // Licht - scheu erzählend // Geschichten aus dem Koffer // Wolfgang Hainke
- Do 5. Oktober 19.30 Uhr // Die Ver-Formung des Alltäglichen im Ready-made // Vortrag von Prof. Dr. Elke Bippus
Führungen // Guided tours
Do 24. August 19.00 Uhr // Do 31. August 19.00 Uhr // Do 21. September 19.00 Uhr // Do 28. September 19.00 Uhr
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Nur an einem bestimmten Ort, zu einer bestimmten Zeit kann es passieren. Wie zufällig treffen die Dinge aufeinander, durch Poesie geheimnisvoll verbunden. Es bleibt allein erahnbar, was das Besondere, einen plötzlich Erfassende ist, das aus der Tiefe des Gewöhnlichen entsprungen ist.
Die Ausstellung Nichts weiter als ein Rendezvous zeigt zeitgenössische Variationen des Ready-made. Die Werke von Ceal Floyer, David Lieske, Kris Martin, Horst Müller, Markus Sixay, Florian Slotawa und Jan Timme locken den Besucher in ungewöhnliche Beziehungen, ohne das Geheimnis des Ready-made zu lüften.
Anlässlich der Ausstellung erscheint ein Katalog bei Revolver.
Gefördert vom Senator für Kultur, Bremen
It can only happen at a particular place at a particular time. Things meet as if by chance, are mysteriously linked by poetry. We can only guess what is so special, what suddenly seizes us, what springs from the depths of the commonplace.
The exhibition Nichts weiter als ein Rendezvous focuses on contemporary variations of the ready-made. The works by Ceal Floyer, David Lieske, Kris Martin, Horst Müller, Markus Sixay, Florian Slotawa and Jan Timme lure the viewer into unusual relations without revealing the ready-made`s secret.
An exhibition catalogue will be published by Revolver.
Supported by the Senator für Kultur, Bremen
NICHTS WEITER ALS EIN RENDEZVOUS // Katalog zur Ausstellung, hrsg. v. Susanne Pfeffer, Künstlerhaus Bremen, Revolver - Archiv für aktuelle Kunst, Frankfurt am Main, 2007

Letztes Jahr in Marienbad // Alain Resnais (1961), 88 Min.
Filmabend im Künstlerhaus Bremen anlässlich der Ausstellung Nichts weiter als ein Rendezvous
Donnerstag, den 10. August 2006, 19.30 Uhr // Eintritt frei
Der Regisseur Alain Resnais (Hiroshima mon amour) erzählt die mysteriöse Liebesgeschichte zweier Menschen, deren Lebenswege sich einst in der Vergangenheit kreuzten. Kühl kalkulierte Konstruktionen verschmelzen mit surrealistischen Szenerien zu einem filmischen Meisterwerk.

Abendveranstaltung im Künstlerhaus Bremen anlässlich der Ausstellung Nichts weiter als ein Rendezvous
Donnerstag, den 14. September 2006, 19.30 Uhr // Eintritt frei
Die Ver-Formung des Alltäglichen im Ready-made // Vortrag von Prof. Dr. Elke Bippus
Donnerstag, den 5. Oktober 2006, 19.30 Uhr // Eintritt frei
Seit einigen Jahren wird auf dem Feld der Kunst in Theorie und Praxis eine Sehnsucht nach Wirklichkeit, nach Realität und nach dem Konkreten gleichermaßen manifest und thematisiert. Dem Ready-made als Träger von gesellschaftlichen, sozialen und historischen Spuren und Funktionen kommt in diesem Zusammenhang besondere Bedeutung zu. Es scheint dem Wunsch nach einer Erzählung und nach Authentizität gerecht werden zu können. Ist die Renaissance des Ready-mades im Kontext der neu erwachten Kritik an einer „Dominanz des Bewusstseins" und der Sehnsucht nach dem Materiellen und Konkreten eine regressive Kehrtwendung? Der Vortrag zeigt an ausgewählten Beispielen Strategien zeitgenössischer Ready-mades, welche das Authentische, die Erzählung, das Konkrete aufrufen und zugleich dekonstruieren. Die vorgestellten künstlerischen Arbeiten gewinnen ihre Wirksamkeit nicht durch die Authentizität des Repräsentierten, sondern aus der Glaubwürdigkeit der Darstellung in ihrer Verankerung im Kunstkontext und ihren Anschlüssen zu kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Begebenheiten, die ihre Authentizität erzeugen.
Prof. Dr. Elke Bippus // Kunstwissenschaftlerin
Professorin an der Hochschule für Gestaltung und Kunst, Zürich



