Künstlerhaus Bremen

Simon Dybbroe Møller // Letter from the new world to the old world


28. Oktober 2006 bis 28. Januar 2007
Eröffnung // Opening: Fr 27. Oktober // 19.30 Uhr
Begrüßung // Welcoming speech: Waltraut Steimke,
Geschäftsführung Künstlerhaus Bremen
Einführung // Introduction: Susanne Pfeffer, Künstlerische Leitung
Künstlerhaus Bremen
Öffnungszeiten: Mi – So // 14.00 – 19.00 Uhr //
Geschlossen am 24. und 31. Dezember
Opening hours: Wed – Sun // 14.00 – 19.00 hrs //
Closed on 24 and 31 December

Künstlerhaus Bremen // Am Deich 68/69 // 28199 Bremen
Tel: 0049.(0)421.508 598 // Fax: 0049.(0)421.508 305 Mail: buero@kuenstlerhausbremen.de

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Programm // Programme

  • Mi 15. November 19.30 Uhr // Filmabend // Playtime, Jacques Tati (1967) // Eintritt frei
  • Do 7. Dezember 19.30 Uhr // Die formalen Geheimnisse des Soma-Würfels // Vortrag von Prof. Albrecht Beutelspacher, Mathematikum Gießen // Eintritt frei

Führungen // Guided tours
Mi 22. November 19.00 Uhr // Mi 29. November 19.00 Uhr // Mi 13. Dezember 19.00 Uhr // Mi 3. Januar 19.00 Uhr


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Diesseits oder jenseits des Atlantischen Ozeans einen Brief zu schreiben, ist formal ein Unterschied. Dieser Abweichung wurde sich Arthur H. Stone eines Abends bewusst, als er versuchte, ein DIN-A4-Blatt in einen US-Briefumschlag zu stecken. Kurzerhand schnitt er das überstehende Papier ab. Beim Hantieren mit dem Reststück machte er eine Entdeckung: durch das Falten von Papierdreiecken entstand ein Sechseck, das man nach dem Prinzip des Himmel-und-Hölle-Spiels öffnen konnte - das Flexagon.
Ähnlich raffiniert funktioniert Soma. Der dänische Mathematiker Piet Hein zerlegte während einer Heisenberg-Vorlesung einen Würfel in ein dreidimensionales Puzzle. Anhand dieser Spiele reflektiert der dänische Künstler Simon Dybbroe Møller die Architektur der Moderne. Wie diese Spiele nahm diese visionäre Architektur für sich in Anspruch, geniale Lösungen für die urbanen und sozialen Probleme zu finden. Oder hätte es derartiger komplexer und logischer Lösungen bedurft, um ihren Ansprüchen zu genügen? Black, White and Gray lautet der Titel der ersten legendären Gruppenausstellung des Minimalismus. In Form von Schwarz-Weiß-Fotografien ging diese schwarze, weiße, graue Ausstellung um die Welt und prägte das Bild des Minimalismus. Simon Dybbroe Møllers farbige Wiedergabe der schwarzweißen Fotografien führt die Ausstellung wieder an den Moment vor ihrer medialen Reproduktion zurück. Irritationen, Suchbewegungen und Rückkopplungen verwickeln den Besucher der Ausstellung Letter from the new world to the old world in ein rasantes Spiel.

Anlässlich der Ausstellung erscheint ein Künstlerbuch von Simon Dybbroe Møller.

Gefördert vom Senator für Kultur, Bremen


In regard to letter writing, a difference in form exists between this and the other side of the Atlantic Ocean. This divergence became clear one evening to Arthur H. Stone, when he attempted to place a standard DIN A4 sheet of paper into a US envelope. Without further ado, he cut off the portion of paper that was sticking out. While handling the remaining strip of paper, he made a discovery: by folding paper triangles, and using the principle of folded paper fortune-tellers, a hexagon that could be opened up had been created – the Flexagon. The Soma cube works in a similarly ingenious fashion. During a lecture by Heisenberg, the Danish mathematician Piet Hein dissected a cube into a three-dimensional puzzle. Based upon these games, Danish artist Simon Dybbroe Møller reflects upon modern architecture. Just as with these games, this visionary architecture laid claim to being capable of finding ingenious solutions for urban and social problems. Or were complex and logical solutions of this sort even useful, in the attempt to satisfy such claims?
Black, White and Gray was the title given to the first legendary group exhibition of Minimalism. In the form of black and white photographs, this black-white-grey exhibition travelled the globe and shaped the image of Minimalism. Simon Dybbroe Møller’s rendering of the black and white photography in colour leads the exhibition back to the moment prior to their reproduction. Irritations, exploring new directions and reactions involve the visitor to the exhibition Letter from the new world to the old world exhibition in a fast-paced game.

An artist’s book by Simon Dybbroe Møller will be published on the occasion of the exhibition.

Supported by the Senator für Kultur, Bremen


Die formalen Geheimnisse des Soma-Würfels

Vortrag von Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher
Donnerstag, den 7. Dezember 2006, 19.30 Uhr // Eintritt frei

Der Soma-Würfel ist eine geniale Erfindung von Piet Hein, der in vielfältiger Weise die Aufteilung und damit in gewissem Sinne auch die Beherrschung des Raums thematisiert. In dem Vortrag werden vom Quadrat ausgehend zunächst die Ebene und dann der dreidimensionale Raum behandelt. Obwohl die Darstellung auch mathematische Aspekte berücksichtigt, sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher

ist seit 1988 Professor für Geometrie und Diskrete Mathematik an der Universität Gießen und seit 2002 Direktor des Mathematikums in Gießen. Er erhielt mehrere Preise, unter anderem den erstmals vergebenen Deutschen IQ-Preis, und veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Artikel und Bücher. Sein besonderes Forschungsinteresse gilt der Kombinatorik und Popularisierung der Mathematik.