Künstlerhaus Bremen

Stella Geppert // Bist du da?


2. Mai - 8. Juli 2007
Eröffnung // Opening: Fr 11. Mai 19.30 Uhr

Begrüßung // Welcoming speech: Waltraut Steimke,
Geschäftsführung Künstlerhaus Bremen
Einführung // Introduction: Stefanie Böttcher, Kuratorische Leitung
Öffnungszeiten: Mi - So 14.00 - 19.00 Uhr
Opening hours: Wed – Sun 14.00 – 19.00 hrs

Künstlerhaus Bremen // Am Deich 68/69 // 28199 Bremen
Tel: 0049.(0)421.508 598 // Fax: 0049.(0)421.508 305
Mail: buero@kuenstlerhausbremen.de

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Programm // Programme:
So 3. Juni 18.00 Uhr // Künstlergespräch
Do 21. Juni 19.30 Uhr // Berlin. Die Sinfonie der Großstadt // Film von Walter Ruttmann (1927)
Führungen // Guided tours:
Führungen // Guided tours: Do 24. Mai 19.00 Uhr // Do 5. Juli 19.00 Uhr

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Stella Geppert schafft in ihren Arbeiten neue Umgebungen und verschiebt die Wahrnehmung der Beteiligten. Sie unternimmt Raumeingriffe unterschiedlichster Form an öffentlichen Orten, um sich und den Rezipienten ihrer Arbeiten ungewohnte Räume zu schaffen und Einblicke in die entstandenen Gefüge zu ermöglichen. Dies geschieht jedoch in oftmals sehr subtiler Weise – an der Grenze des Unmerklichen setzt sie mit ihren Interventionen an, riskiert damit, dass sie allein im Unterbewussten bleiben. Dem Raum nähert sie sich zunächst über Fotografien in Serie, die für dessen Durchdringung und Befundaufnahme nötig sind. Fotografien übernehmen bei Stella Geppert neben der Rolle des Archivierungsmediums ihres ephemeren Œuvres daher oft die Funktion von Skizzen, auf formaler wie inhaltlicher Ebene. Der sozialen Bedeutung und den inneren Strukturen eines Ortes kommt die Künstlerin anhand der Skizzen sowie intensiver Beobachtungen auf die Spur. Über einen Zeitraum hinweg begibt sie sich an den Ort und studiert intensiv die eigenen und fremdbestimmten Tätigkeiten und Bewegungen. Dabei bilden die umfangreichen Dokumentationen der uns umgebenden Wirklichkeit den Ausgangspunkt für die entstehenden Interventionen. So fängt Stella Geppert Bewegungen innerhalb des Raumes ein und thematisiert solchermaßen die Verortung der Menschen im Raum, deren Beziehung zu ihm, zueinander und zu Objekten. Dies alles betrifft jedoch jeweils einen konkreten Platz oder eine Situation, eine einzige Versuchsanordnung, ausschnitthaft und ohne Anspruch auf eine universelle Gültigkeit.
Wie bereits dem Ausgangsmaterial liegt den Arbeiten Stella Gepperts ein performativer Ansatz zugrunde, der einen ebensolchen Umgang mit ihnen provoziert. Die Künstlerin gibt durch ihren Eingriff in eine bestehende Situation lediglich den Anlass zur eigenen Neupositionierung und Interpretation der Veränderungen. Manchmal so minimal, dass sie kaum wahrnehmbar sind, manchmal so unmittelbar, dass sie die gesamte Wahrnehmung ins Wanken bringen, unterbricht Stella Geppert den Fluss, die Berechenbarkeit einer gewohnten Umgebung.
Für ihre Einzelausstellung im Künstlerhaus Bremen entwickelt Stella Geppert eine raumdurchdringende Installation. Durch die Konstruktion neuer räumlicher Ebenen, den Einsatz von Spiegelelementen und Enthüllung bestehender Strukturen verstrickt sie den Besucher der Ausstellung in ein Labyrinth neuer Sinneseindrücke, lässt ihn an seinem eigenen Standpunkt zweifeln und versetzt ihn in einen Zustand, der zwischen An- und Abwesenheit changiert.


Stella Geppert's works create whole new surroundings that shift the viewer's perception. She intervenes in public spaces in the most varied of ways, thus providing herself and the recipients of her works with unusual spaces and enabling insight into the resulting fabrics. This often happens at a very subtle level – the artist starts at the borderline to the imperceptible and thus risks that awareness of her interventions remains unconscious. She makes a first approach to the space in question through a series of photographs which she uses so as to access and take stock of the place. In Geppert's case the role of these photographs is to archive her ephemeral oeuvre and so they often function like sketches, in terms both of form and of content. On the basis of these "sketches" and her intense observation, the artist tracks down the place's social significance and inner structures. Over a period of time she goes to that specific place to study her own and other people's activities and movements in it. The resulting documentations of the surrounding reality then constitute the point of departure for her interventions. Geppert captures movements within the place and in doing so addresses the theme of man's place in space, his relationship to it and to objects. All of this refers to just one specific place or situation, it is a single experimental arrangement, an excerpt that has no aspiration to universal validity.
Just as the material point of departure has a performative aspect to it, so too do Geppert's works. By intervening in an existing situation the artist merely provides the occasion for a repositioning and for an interpretation of the changes. Sometimes these are so small as to be scarcely perceptible, sometimes so direct as to rock our perception – Stella Geppet disrupts the momentum, the predictability of familiar surroundings.
For her solo exhibition at the Künstlerhaus Bremen, Geppert has developed an installation that permeates the space. By constructing new spatial levels and using mirror elements to reveal existing structures, she entangles the exhibition visitor in a labyrinth of new sense impressions, causing him to doubt his own standpoint and putting him in a hovering state, between presence and absence.


Stella Geppert // Bist du da? Plakatfolder zur Ausstellung, herausgegeben von Stefanie Böttcher / Künstlerhaus Bremen, 2007


Künstlergespräch mit Stella Geppert

Sonntag, den 3. Juni 2007, 18.00 Uhr

Im Rahmen der Ausstellung Stella Geppert // Bist du da? findet am Sonntag, 3. Juni, 18.00 Uhr ein Künstlergespräch mit Stella Geppert statt.

Stella Geppert schafft in ihren Arbeiten neue Umgebungen und verschiebt die Wahrnehmung der Beteiligten. Sie unternimmt Raumeingriffe unterschiedlichster Form an öffentlichen Orten, um sich und den Rezipienten ihrer Arbeiten ungewohnte Räume zu schaffen und Einblicke in die entstandenen Gefüge zu ermöglichen. Dies geschieht jedoch in oftmals sehr subtiler Weise – an der Grenze des Unmerklichen setzt sie mit ihren Interventionen an, riskiert damit, dass sie allein im Unterbewussten bleiben. Manchmal so minimal, dass sie kaum wahrnehmbar sind, manchmal so unmittelbar, dass sie die gesamte Wahrnehmung ins Wanken bringen, unterbricht Stella Geppert den Fluss, die Berechenbarkeit einer gewohnten Umgebung.
Für Bist du da? hat die Künstlerin eine raumdurchdringende Installation entwickelt. Durch die Konstruktion neuer räumlicher Ebenen, den Einsatz von Spiegelelementen und Enthüllung bestehender Strukturen verstrickt sie den Besucher der Ausstellung in ein Labyrinth neuer Sinneseindrücke, lässt ihn an seinem eigenen Standpunkt zweifeln und versetzt ihn in einen Zustand, der zwischen An- und Abwesenheit changiert.


Stella Geppert || Bist du da? 2007 Kurzfilm

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