Wolfgang Plöger // to the point
28 November 2009 - 07. Februar 2010
Eröffnung // Opening: Freitag, 27. November 2009, 19:30 Uhr
Begrüßung // Welcoming speech:
Waltraut Steimke, Geschäftsführung
Einführung // Introduction:
Stefanie Böttcher, Künstlerische Leitung
Öffnungszeiten: Mi - So 14.00 - 19.00 Uhr
Opening hours: Wed - Sun 14.00 - 19.00 hrs
Künstlerhaus Bremen // Am Deich 68/69 // 28199 Bremen
Tel: 0049.(0)421.508 598 // Fax: 0049.(0)421.508 305
Mail: buero@kuenstlerhausbremen.de
- Programm // Programme:
- 03.12.2009, 19:00 // Die Konrad Fischer Galerie, Daniel Marzona, Direktor der Konrad Fischer Galerie Berlin, im Gespräch mit Stefanie Böttcher
- 14.01.2010, 19:00 // Einblicke in den Animationsfilm mit Lea Schönfelder und Stefan Vogt, Trickfilmklasse Kunsthochschule Kassel
- 07.02.2010, 16:00 // Künstlergespräch mit Wolfgang Plöger
- Führungen // Guided tours:
- 16.12.09, 19:00 // 27.01.10, 19:00
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WOLGANG PLÖGERS Faszination gilt dem bewegten Bild, insbesondere dem 16mm- und Super8-Film. Er fertigt Zeichnungen, die sowohl realistisch und narrativ ausfallen als auch formal reduzierte, zeichenhaft lineare Äußerungen sein können. Durch die anschließende filmische Transformation geraten die Motive in Bewegung, sie beginnen innerhalb der Projektionsfläche zu springen, ohne den rohen Charme der erkennbaren Handzeichnung zu verschleiern. Doch die Werke verharren nicht in der Zweidimensionalität, sondern durch das Spannen der Filmstreifen zwischen Boden und Decke breiten sie sich in den dreidimensionalen Raum aus. Neben den rasant wechselnden Bildfolgen und dem Rattern der Projektoren, durchschneiden lange Filmschleifen die Luft. So wird das Zelluloid selbst in seiner Materialität und mitsamt den Projektoren zum wesentlichen Teil der Ausstellung. Ausgehend von Wolfgang Plögers mehrteiligem Animationsfilm Untitled werden in to the point filmische und zeichnerische Arbeiten gezeigt, die Punkt und Linie als originäre künstlerische Äußerung aufgreifen und in der Weiterführung ihre Komplexität vermitteln. Erzählung und geometrische Form münden ineinander.
Wolfgang Plöger (*1971) lebt in Berlin und studierte Freie Kunst an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Er stellte u. a. bei westlondonprojects, Artis den Bosch, KW und Konrad Fischer Galerie aus. to the point ist seine erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland.
Wolfgang Plöger’s fascination is with the moving image, in particular 16mm and Super8 film. He makes drawings, which can turn out to be both realistic and narrative in character as they are formal, reduced, symbolically linear expressions. Due to their subsequent filmic transformation the motifs are set into motion and, without losing any of the raw charm of their recognisably hand drawn nature, they begin to jump around within the surface area of the projection. But the works do not adhere to two-dimensionalism for, through the tension between floor and ceiling of the filmstrip, they stretch out into three dimensions. Beside the swiftly changing image sequences and the rattling of the projectors, long film loops cut hurriedly across the room. In this way the celluloid itself along with the projectors become an essential element of the exhibition in their very materiality. Emanating from Wolfgang Plöger’s multipart animated film Untitled filmic and graphic works are shown in to the point which seize on dots and lines as original artistic expression, their inherent complexity being mediated through the extrapolation in which narrative and geometric form flow into one another.
Wolfgang Plöger (born, 1971) lives in Berlin and studied Fine Arts at the Muthesius Art Academy in Kiel. He has held exhibitions in westlondonprojects, Artis den Bosch, KW and Konrad Fischer Gallery. to the point is Wolfgang Plöger’s first institutional exhibition in Germany.
Die Konrad Fischer Galerie
Daniel Marzona, Direktor der Konrad Fischer Galerie Berlin, im Gespräch mit Stefanie Böttcher, künstlerische Leitung Künstlerhaus Bremen
Donnerstag, den 3. Dezember 09, 19:00 Uhr
Als Konrad Fischer im Oktober 1967 als erste Ausstellung in seinem kleinen Raum in der Düsseldorfer Neubrückstraße Carl Andre präsentierte, waren Minimal Art und Konzeptkunst nahezu unbekannt in Europa. Weitere Künstler wie beispielsweise Richard Long oder Bruce Nauman hatten ebenfalls ihren ersten Auftritt in den „Ausstellungen bei Konrad Fischer“ und zeigen bis heute kontinuierlich aktuelle Arbeiten in der Galerie.
Konrad Fischer lud die Künstler selbst zu Projekten nach Düsseldorf ein, statt lediglich ihre Arbeiten vorzustellen. Diese bis dahin unübliche Vorgehensweise unterstützte die Entwicklung eines internationalen Netzwerks von Künstlern und ebnete den Boden für ortsbezogene Skulpturen, Malerei und Installationen. Auf diese Weise entstand eine Plattform für bisher unübliche künstlerische Positionen, wie sie etwa Daniel Buren mit seinen Rauminterventionen oder Gilbert & George mit ihren „Singing Sculptures“ repräsentierten.
Das Galerieprogramm erweiterte sich kontinuierlich durch neuere Positionen. In jüngster Vergangenheit kamen Künstler wie Gregor Schneider, Magnus Plessen, Guy Ben-Ner oder Wolfgang Plöger hinzu. Im Herbst 2007 eröffnete die Konrad Fischer Galerie mit einer Ausstellung von Carl Andre eine Dependance in Berlin.
Daniel Marzona
Daniel Marzona studierte Kunstgeschichte und Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum. Von 2001 bis 2004 war er als Associate Curator am P.S.1 Contemporary Art Center, New York, tätig. Er ist Mitbegründer des Verlags Navadopress, der Künstlerbücher und Publikationen zu zeitgenössischer Kunst und Architektur veröffentlicht. Seit 2007 leitet er die Konrad Fischer Galerie in Berlin.
Das Gespräch zwischen Daniel Marzona und Stefanie Böttcher findet im Rahmen der Ausstellung Wolfgang Plöger / to the point statt.
Einblicke in den Animationsfilm
Eine Betrachtungsreihe von Lea Schönfelder und Stefan Vogt
Donnerstag, den 14. Januar 10, 19:00 Uhr
Ein Vortrag über die besten Animationskurzfilme unserer Zeit - Lea Schönfelder und Stefan Vogt zeigen eine Auswahl aus den letzten Jahrzehnten und werden uns anhand dieser in die Kunst des Animationsfilms einführen. Dieses Genre besticht immer wieder mit seinem aufwändigen und faszinierenden Verfahren, indem durch das Erstellen und Anzeigen von Einzelbildern für den Betrachter bewegte Bilder geschaffen werden. Die Einzelbilder können gezeichnet, im Computer berechnet oder fotografische Aufnahmen sein. So verbindet sich im Animationsfilm oftmals eine hohe Kunstfertigkeit mit wunderbar fantasievollen Geschichten. Angefangen von der gnadenlosen Gesellschaftssatire The village (1993) von Mark Baker über Bird in the window (1996) von Igor Kovalyov bis zum modernen Märchen von David O'Reilly Please say something (2009) zeigen Lea Schönfelder und Stefan Vogt diese und andere zeitgenössische Highlights.
Lea Schönfelder, geboren in Heidenheim, studiert seit 2006 Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel mit den Schwerpunkten Trickfilm, Illustration und Neue Medien.
Filmografie: Kindersegen (2007), Little Brother (2008), Ulitsa Dimitrova (2009), Huong Jiao Ping (2009).
Stefan Vogt aus Trier studiert Trickfilm an der Kunsthochschule Kassel. Er hat verschiedene interaktive Animationen, Installationen und Songs produziert.
Filmografie: Forever Love (2008), In the Woods (2008), Loudfilms (2007), Der Tierschutz warnt (2007).
Die Veranstaltung Einblicke in den Animationsfilm findet im Rahmen der Ausstellung Wolfgang Plöger // to the point statt
Künstlergespräch mit Wolfgang Plöger
Im Rahmen der Ausstellung Wolfgang Plöger // to the point findet am Sonntag, den 7. Februar um 16:00 Uhr ein Künstlergespräch mit Wolfgang Plöger statt.
Ausgehend von den Werken aus seiner aktuellen Ausstellung to the point im Künstlerhaus Bremen werden weitere Arbeiten, Schwerpunkte seines künstlerischen Schaffens sowie seine Arbeitsweise vorgestellt.
Im Zentrum von Wolfgang Plögers künstlerischer Auseinandersetzung steht das Interesse am bewegten Bild sowie an Fragen des Skulpturalen und des Materials. Sein medial weit gefächertes Werk umfasst sowohl Zeichnungen und vollplastische Objekte, als auch 16mm- und Super8-Filme, die zumeist in installativer Form mit dem Raum verbunden werden. Es vollzieht sich ein Transfer vom Medium zum Material, indem sich die Filmstreifen auf dem Boden oder zwischen Boden und Decke spannen. So wird das Zelluloid selbst in seiner Materialität und mitsamt den Projektoren zum wesentlichen Teil der Ausstellung.
Thematisch spannt sich Wolfgang Plögers Œuvre zwischen gesellschaftskritischen Arbeiten einerseits und stark formalistischen Werken andererseits auf. Beide Werkstränge sind zwar eigenständig, werden jedoch auf formaler Ebene immer wieder miteinander vereint.
Die Ausstellung to the point im Künstlerhaus Bremen widmet sich neben zeichnerischen Arbeiten vorrangig dem Medium des Super8-Films. Sie vereint vier neu entstandene Arbeiten, die Punkt und Linie als originäre künstlerische Äußerung aufgreifen und in der Weiterführung ihre Komplexität vermitteln, indem Erzählung und geometrische Form ineinander münden.
Wolfgang Plöger (*1971) lebt in Berlin und studierte Freie Kunst an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Er hatte Einzel- und Gruppenausstellungen bei westlondonprojects, Artis den Bosch, KW, den Galerien Stella Lohaus, Georg Kargl und Konrad Fischer. to the point im Künstlerhaus Bremen ist seine erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland.
Die Ausstellung to the point wird gefördert von Stiftung Kunstfonds.
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