in sight out

Auf einer Leerstelle der Fassade des Künstlerhaus Bremen – einem Fenster über der Eingangstür des Vorderhauses – präsentieren Künstler*innen der Ateliers und andere Mieter*innen der Werkstätten und Studios des Hauses seit März 2021 ihre Arbeit. Wie bei einem Blick durch ein Fenster wird hier das Schaffen im Haus nach außen hin sichtbar: Prozesshaftes bis Fertiges, Gezeichnetes und Fotografiertes, Skulpturales oder Fluides. Die Projektreihe in sight out gibt einen Einblick in die vielfältigen Positionen, die hinter den Wänden des Künstlerhaus Bremen entstehen.

Evita Emersleben – Füße küssen
Laufzeit: Mitte September - November

"Ich beschäftige mich mit Performance, Malerei und Zeichnung. So male ich mit unterschiedlichen, häufig fetthaltigen, sinnlichen, alltäglichen Materialien in einem oft performativ, vermehrt konzeptionell und körperlichen Vorgang.
Mich interessiert sehr das Intime, Menschliche, das Aushalten und das Zusammenbringen diverser Materialien und Kunstgenres.
Porträtieren heißt für mich, den anderen visuell zu berühren, zu verschmelzen. Schokolade ist verführerisch, fragil, vergänglich, hat Morbides und Ekliges, ist Luxus wie auch Trash.
“Mein Auge ist mein Mund...mein Mund ist ein Auge.” - Zitat von Dieter Roth

Evita Emersleben

Preview

 

Hassan Sheidaei - ab November


 

Kerstin Rolfes - ohne Titel

Laufzeit: Juli - Mitte September

 

Nach einer klassischen Ausbildung zur Fotografin begann Kerstin Rolfes mit der Arbeit an unterschiedlichen Reportagen.
Unter anderem in der Haftanstalt für Frauen in Vechta oder in der fotografischen Auseinandersetzung des Themas Freundschaft im Alter. Es folgte ein Studium der Medienkunst in Groningen und im Anschluss daran „Visuelle Kommunikation“ an der Kunsthochschule in Bremen. Für ihre Diplomarbeit Geel – Wie wirklich ist die Wirklichkeit verbrachte sie einige Zeit in Belgien um in Geel Menschen mit einer psychischen Erkrankung und/oder geistigen Behinderung fotografisch zu begleiten.
Sie war Mitglied der Fotoredaktion der taz Bremen (die tageszeitung). Sie arbeitet seit 1999 für verschiedenste Auftraggeber als freiberufliche Fotografin und realisiert eigene fotografische Projekte. Seit 2011 ist sie zusammen mit der Grafikerin Inge Glinsmann und seit 2016 auch mit der Texterin Petra Schröder in einer wundervollen und kreativen Bürogemeinschaft im Künstlerhaus tätig.

Zum Foto:
Streetfotografie - ein Augenblick in Italien, der mir aber auch hier an der Weser hätte begegnen können

 


 

Karin Demuth - es war einmal...

Laufzeit: Mitte Mai bis Mitte Juli 2021

Das Fenster setzt mit seinem Rahmen einen Ausschnitt aus der Realität. Es fungiert als Schnittstelle zwischen Innen und Außen, zwischen Wirklichkeit und Illusion. Am Fenster der Eingangstür des Künstlerhaus Bremen ist bis Mitte Juli 2021 die Arbeit es war einmal... der Medienkünstlerin Karin Demuth zu sehen. Demuth untersucht Medien, also Transporter für Menschen, Daten und Waren.
Gezeigt wird eine Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit und dem Verwesungsprozess von Datenträgern und menschlicher Erinnerungskultur.

 


 

Sara Förster – serendipity

Laufzeit: März bis Mitte Mai 2021