Visiting Curators

Visiting Curators ist ein gemeinsames Projekt des Bremer Künstler*innenverbandes BBK, des Künstlerinnenverbandes Bremen, GEDOK, des Künstlerhauses Bremen und der Städtischen Galerie Bremen. Das Format findet seit 2017 statt und wird vom Künstlerhaus Bremen organisiert.

 

Visiting Curators 2023

Visiting Curators 2022

Visiting Curators 2020/21

Visiting Curators 2019

Visiting Curators 2018

Visiting Curators 2017

 

Bisherige Kurator:innen:

Stef Van Bellingen, Lisa Britzger, Anne Hagen Kielgast, Susanne Weiß, Krist Gruijthuijsen, Nadia Lichtig, Katrin Peters-Klaphake, Moritz Scheper, Aneta Rostkowska, Dr. Monika Bayer-Wermuth, Dr. Sven Beckstette, Anja Casser, Luisa Heese, Natasha Marie Llorens, Philipp Ziegler, Heide Häusler, Akiko Bernhöft, Christina Kennedy, Ursula Schöndeling , Sophie Prager, Regina Barunke, Valerie Verhack, Dr. Julia Wallner, Justė Jonutytė


 

 

Visiting Curators 2023: 3 Tage, 5 Kurator:innen, 31 Ateliers 

Bereichernde Begegnungen – und bleibende Eindrücke: Fünf Kurator:innen aus Deutschland, Frankreich, England und Österreich haben im November 2023 insgesamt 31 Bremer Künstler:innen im Rahmen des Programms Visiting Curators in ihren Ateliers besucht. Das zum sechsten Mal vom Künstlerhaus Bremen organisierte Projekt zielt darauf ab, Künstler:innen den Austausch mit Kurator:innen außerhalb der lokalen Kunstszene zu ermöglichen. So können neue Perspektiven auf die eigenen Arbeiten oder Projekte gewonnen und entwickelt werden sowie multiperspektivische Vernetzungen entstehen.

“Ich habe sehr gerne mit den Künstler:innen über ihre Praxis, ihre Träume und ihre Realität gesprochen”, resümiert Jes Fernie, freie Kuratorin und Autorin aus Essex (GB) nach ihrem Besuch in Bremen. Zu Gast in Bremen neben Jes Fernie: die national und international tätigen Kurator:innen Adeline Lépine aus Frankreich (Direktorin des Crac – Centre régional d'art contemporain in Montbéliard), Lena Nievers aus Österreich (ehem. Sammlungsleiterin am Museum der Moderne Salzburg), Agnieszka Roguski aus Berlin (ehem. künstlerische Leiterin des M.1 der Arthur Boskamp-Stiftung in Hohenlockstedt) und Eric Golo Stone aus den USA (ehem. künstlerischer Leiter am Künstlerhaus Stuttgart. Eingeladen wurden die Kurator:innen von Akteur:innen der Bremer Szene – in diesem Jahr der GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst, dem Künstlerhaus Bremen, den Museen Böttcherstrasse und der Galerie Mitte im KUBO. 

 „Die gewonnenen Erkenntnisse aus diesen Begegnungen stellen für meine kommende künstlerischen Konzepte und Arbeiten eine wertvolle Bereicherung dar, von der ich nachhaltig profitieren kann“, so die teilnehmende Künstlerin Clara Alisch zum Programm. Im besten Fall entstehen konkrete Projektideen, die den Künstler:innen die Möglichkeit geben, in unterschiedlichen Kontexten außerhalb von Bremen ihre Arbeiten umzusetzen und sichtbar zu machen. Auch Yevheniia Kriuk, ukrainische Gastkünstlerin im Rahmen von „Artists in Residence Ukraine“ 2023 im Künstlerhaus Bremen, nahm an Visiting Curators teil. Gastkuratorin Adeline Lépine, die den Besuch bei ihr durchführte, schätzt die Einsicht in die verschiedene Arbeitsweisen: „[…] Bremen bringt Persönlichkeiten aus allen Bereichen zusammen, mit multidisziplinären Praktiken, die zum Entdecken anregen.”

Visiting Curators stellt „neue Ideen, Inspiration, Ermutigung“ für Künstler:innen her, findet die teilnehmende Künstlerin Sibylle Springer. Auch die Kurator:innen bekommen durch die Besuche neue Einblicke in die Infrastruktur für Bildende Kunst in Bremen: verschiedene Nutzungskonzepte in den Ateliershäusern, Finanzierungsmöglichkeiten und Kooperationen zwischen Künstler:innen, Galerien, Hochschulen und anderen Institutionen der Stadt. DieseÜberschneidungen all der persönlichen und professionellen Verbindungen, Medien und Räume, die im Rahmen der Besuche deutlich würden, seien besonders interessant, so Agnieszka Roguski. Visiting Curators mache die Kunstwelt Bremens jenseits von Ausstellungsbesuchen erfahrbar.

Visiting Curators ist ein gemeinsames Projekt des Bremer Künstler*innenverbandes BBK, des Künstlerinnenverbandes Bremen, GEDOK, des Künstlerhauses Bremen und der Städtischen Galerie Bremen. Eingeladen sich zu bewerben sind alle professionell arbeitenden Künstler:innen mit Arbeitsmittelpunkt in Bremen, die ihr Studium an einer Kunsthochschule abgeschlossen haben bzw. nachweislich professionell als Künstler:in arbeiten.

Visiting Curators 2023

 

Informationen zu den Gastkurator:innen 2023

Jes Fernie ist freie Kuratorin, Autorin und Dozentin in Essex, Großbritannien. Sie interessiert sich für den sozialen, politischen und ökologischen Kontext, in dem Kunst gemacht, verortet und betrachtet wird. Im Jahr 2021 rief sie das Archive of Destruction ins Leben, ein langfristiges, internationales Forschungsprojekt, das Erzählungen über Skulpturen im öffentlichen Raum zusammenbringt, die durch Wut, Langeweile, Angst, Gier und Liebe zerstört wurden. Im Jahr 2023 kuratierte sie eine Ausstellung zeitgenössischer Skulpturen in der MK Gallery, Milton Keynes, England, die das neu konfigurierte Verhältnis des Körpers zur Welt untersuchte, das eine zunehmend fließende Bewegung zwischen binären Systemen, Technologie, menschlichen Formen, Tieren, Identitäten und der Umwelt beinhaltet. Sie arbeitet oft mit Künstler:innen zusammen, um Texte, Ideen und Gespräche zu entwickeln.
(Vorgeschlagen von Ele Hermel, Kuratorische Leitung, Galerie Mitte im KUBO)

Adeline Lépine ist seit Oktober 2022 Direktorin des Regionalzentrums für zeitgenössische Kunst in Montbéliard, Le 19, Crac – Centre régional d'art contemporain. Zuvor war sie von 2016 bis 2022 Kuratorin des Programms Veduta, dem experimentellen Laboratorium der Biennale de Lyon, das Kunst, Territorien und ihre Nutzer miteinander verbindet. Nach einem Studium der Kunstgeschichte und einer Reihe von Praxiserfahrungen im sozialen Feld war Lépine als Vermittlerin, Kulturplanerin und Kulturwissenschaftlerin für verschiedene Museen und Kunstzentren in Frankreich tätig. 2015 war sie Residentin bei Capacete in Rio de Janeiro (Brasilien). Adeline Lépine ist als Künstlerin und Kuratorin an verschiedenen kollektiven Kunstprojekten beteiligt (bspw. La Machine à Performer, Feminismo e Feijoada). Sie möchte Situationen schaffen, die Begegnungen zwischen "Alteritäten" (einem Kunstwerk, einer Institution, einem Künstler, Menschen, verschiedenen Lebensformen usw.) fördern. Jedes Projekt schafft neue Erfahrungen des Dialogs, der Geselligkeit, der Reflexion und des (politischen, sozialen und ästhetischen) Handelns, die auf den kreativen Prozessen der eingeladenen Künstler und der Einbeziehung der Nutzer des Ortes beruhen, um sie sich anzueignen.
(Vorgeschlagen von Annette Hans, Künstlerische Leitung und Geschäftsführung, GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst)

Lena Nievers ist seit 2018 Kuratorin und Sammlungsleiterin am Museum der Moderne Salzburg, wo sie Ausstellungen und Publikationen zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts kuratiert. Sie studierte Kunstgeschichte und Anglistik an der University of Aberdeen, Schottland und promovierte in Kunstgeschichte mit einer Dissertation zum Werk von Juan Muñoz an der Universität zu Köln. Von 2008 bis 2010 war sie als wissenschaftliche Volontärin, danach bis als 2012 Wissenschaftliche Mitarbeiter an der Kunsthalle Emden tätig. Zwischen 2014 und 2018 war sie Kuratorin und Verantwortliche für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an der Galerie im Taxispalais (seit 2017 TAXISPALAIS Kunsthalle Tirol) in Innsbruck.
(Vorgeschlagen von Dr. Frank Schmidt, Direktor, Museen Böttcherstrasse)

Agnieszka Roguski ist künstlerische Leiterin des M.1 der Arthur Boskamp-Stiftung in Hohenlockstedt und Mitbegründerin des transkuratorischen Kollektivs A.R. practice. Sie ist Kunst- und Kulturwissenschaftlerin, Kuratorin und Autorin und lebt in Berlin. Roguski arbeitet mit transdisziplinären Methoden an Themen zu Performance und Performativität, visuellen und (post-)digitalen Kulturen, um flüchtige, kritische Öffentlichkeiten herzustellen. In ihrer Doktorarbeit „The Self on Display“ (in Kürze erscheinend) untersuchte sie webbasierte Praktiken der Identifizierung und Dis-Identifizierung in Bezug auf das Kuratorische. 2022 war sie Researcher in Residence am Museum of Modern and Contemporary Art in Seoul, Korea.
(Vorgeschlagen von Nadja Quante, Künstlerische Leitung/Kuratorin, Künstlerhaus Bremen)

Eric Golo Stone ist künstlerischer Leiter am Künstlerhaus Stuttgart, wo er Ausstellungen von Eva Barto, Niloufar Emamifar, Andrea Fraser, Flint Jamison, Anike Joyce Sadiq, Bea Schlingelhoff und Ramaya Tegegne realisiert hat. In seiner Forschung, seinen Schriften und kuratorischen Projekten untersucht Stone die politische Ökonomie der Kunst. Seine Texte wurden unter anderem in Afterall,Flash Art,October und Texte zur Kunst veröffentlicht. Er ist Herausgeber des neu erschienenen Buches Services Working Group, erschienen bei Fillip, sowie zusammen mit Rhea Anastas, Charles Gaines und Jamillah James Herausgeber des Buches The Theatre of Refusal: Black Art and Mainstream Criticism (1993–2023), das 2023 bei Dancing Foxes Press erscheint.
(Vorgeschlagen von Nadja Quante, Künstlerische Leitung/Kuratorin, Künstlerhaus Bremen)

 


Rückblick auf Visiting Curators 2022

Wertvolle Tipps, Kritik und Austausch: Vier Kurator:innen aus vier verschiedenen Kunst- und Kultureinrichtungen in Deutschland, Belgien und Dänemark, haben im November und Dezember 2022 insgesamt 27 Bremer Künstler:innen im Rahmen des Programms Visiting Curators in ihren Ateliers – oder in den Räumen des Künstlerhauses – besucht. Die Kurator:innen und Künstler:innen haben sich über die jeweilige künstlerische oder kuratorische Position, Programme und Vorhaben ausgetauscht. Aber auch aktuelle Lebensumstände, Hürden und Herausforderungen, wie etwa die Nachwirkungen der Pandemie auf die Arbeit und Standpunkte waren Thema. Die informellen Ateliergespräche ermöglichten den Künstler:innen neue Impulse, wertvolle Tipps und die Möglichkeit, neu auf die eigenen Arbeiten zu schauen: „Der Blick von außen ist eine Bereicherung. Ohne Überzeugungskunst von beiderseitigem Interesse ausgehen zu können, bietet die Chance, schnell in intensiven Austausch einzusteigen“, so die teilnehmende Künstlerin Gertrud Schleising.

Die Gastkurator:innen 2022: Stef Van Bellingen (Kurator am WARP, Plattform für zeitgenössische Kunst in Sint-Niklaas, Belgien), Lisa Britzger (Kuratorin am städtischen Kunstraum Lothringer 13 Halle in München), Anne Hagen Kielgast (Kuratorin am Kunstforeningen GL STRAND in Kopenhagen, Dänemark) und Susanne Weiß (freie Kuratorin und Kunstvermittlerin, zuletzt 2021/2022 Interimsleiterin der ifa-Galerie Berlin gemeinsam mit Inka Gressel, Berlin).

Das vom Künstlerhaus Bremen organisierte Programm Visiting Curators ermöglichte 2022 zum fünften Mal Bremer Künstler:innen ein Treffen und den Austausch mit auswärtigen Kurator:innen. Ziel des Programmes ist es, Bremer Künstler:innen mit Kurator:innen zu vernetzen und ihnen durch Einzelgespräche in ihren Ateliers ein professionelles Feedback zu ihrer künstlerischen Arbeit zu ermöglichen. Dabei geht es darum, Künstler:innen mit etablierten Kurator:innen außerhalb der Bremer Kunstszene bekannt zu machen und neue Sichtweisen auf die eigene Arbeit zu bekommen. Dafür zeigten die Künstler:innen bei den Besuchen ihre originalen Arbeiten oder lose ausgebreitete Skizzen, diskutierten Ideen oder blickten mit den Kurator:innen gemeinsam auf ihre Portfolios und überlegten, wie die Sichtbarkeit nach außen verbessert werden kann:
„Ich halte das Visiting Curators-Programm für einen großartigen Weg, Künstler:innen mit Kurator:innen und ihrem Denken bekannt zu machen. Die Einschätzungen, Tipps, Anmerkungen und Kritik von diesen äußerst respektablen Personen sind von unschätzbarem Wert“, so der Künstler Klaas Wurtmann nach seinem Besuch von Anne Hagen Kielgast.
Eingeladen wurden die – teilweise international agierenden – Kurator:innen von den jeweiligen Kolleg:innen des Gerhard-Marcks-Haus, der GAK Gesellschaft für aktuelle Kunst, der Städtischen Galerie Bremen und des Künstlerhauses Bremen. Bei einem Get Together in der Bibliothek der Weserburg mit Kurator:innen und Leiter:innen von Bremer Kunstinstitutionen bekamen die Gäste einen zusätzlichen Einblick in die lokale Kunstszene und konnten sich mit den Kolleg:innen vernetzen. Mit ihren Besuchen bei Bremer Künstler:innen schauten sie hinter Ateliertüren, die ihnen bis dato unbekannt waren, wurden mit künstlerischen Positionen konfrontiert, die neue Anregungen hervorriefen und mündeten zum Teil bereits in konkrete Einladungen. So wird die Bremer Künstlerin Paula Hurtado Otero Ende März in der Gruppenausstellung von Lisa Britzger PART TIME COMMITMENT SERIES – Prologue: What does work mean at the end of the day? in der Lothringer 13 Halle in München zu sehen sein.

Visiting Curators ist ein gemeinsames Projekt des Bremer Künstler*innenverbandes BBK, des Künstlerinnenverbandes Bremen, GEDOK, des Künstlerhauses Bremen und der Städtischen Galerie Bremen. Im kommenden Herbst 2023 wird das Visiting Curators Programm in die nächste Runde gehen. Die Ausschreibung wird im September veröffentlicht. Bewerben können sich alle professionell arbeitenden Künstler:innen mit Arbeitsmittelpunkt in Bremen, die ihr Studium an einer Kunsthochschule abgeschlossen haben bzw. nachweislich professionell als Künstler:in arbeiten.


Rückblick auf Visiting Curators 2020/21

Wir freuen uns, dass nun endlich auch der diesjährige Durchlauf des Förderprogramms Visiting Curators in Präsenz stattfinden konnte! Wir sind sehr froh im Oktober und Dezember 2021 vier international tätige Kurator:innen bei uns Bremen und im Künstlerhaus begrüßen zu dürfen.

Eingeladen waren Krist Gruijthuijsen (Kurator und Direktor der KW Institute for Contemporary Art in Berlin), welcher von Janneke de Vries aus der Weserburg eingalden wurde, Nadia Lichtig (Kuratorin, Forscherin, Künstlerin und Professorin am MOCO (Montpellier Contemporain)), eingeladen von Dr. Mona Schieren aus der Hochschule für Künste Bremen, Katrin Peters-Klaphake (research fellow an der Bayreuth International Graduate School of African Studies (BIGSAS), Universität Bayreuth und assoziierte Kuratorin an der Makerere Art Gallery/Institute for Heritage Conservation and Restoration (IHCR), Makerere University, Kampala)), eingeladen von Ingmar Lähnemann aus der Städtischen Galerie, sowie Moritz Scheper (freier Journalist, Kurator und Direktor des Neuen Essener Kunstvereins).
Aneta Rostkowska (Kuratorin, Researcherin, Autorin und Direktorin der Temporary Gallery, Zentrum für Zeitgenössische Kunst in Köln) wird ihren Besuch aus verschiedenen Gründen im Dezemer 2021 durchführen.

Das Förderprogramm hat auch in diesem Jahr zu einem regen Austausch zwischen Bremer Künstler:innen und auswärtigen Kurator:innen geführt. Das Feedback der besuchten Künstler:innen und Kurator:innen war sehr positiv. So sagte beispielsweise Moritz Scheper, dass es viel Spaß gemacht habe, die Künstler:innen der Stadt, ihre Arbeiten und Arbeitssituationen kennenzulernen. Der Künstler Bo Su gibt an: "Das ganze Konzept des Programms finde ich absolut überzeugend. Ich denke, "Visiting Curators" kann eine Brücke bauen, um überregional Netzwerke aufzubauen, die es gegebenenfalls ermöglichen, künstlerische Positionen aus Bremen auch anderswo bekannt zu machen! Und selbst wenn sich nach der ersten Begegnung keine weiteren Folgen entwickeln, so war der Austausch allein doch schon auch erkenntnisreich und bereichernd.
Ich hoffe, dieses Programm werden auch zukünftig noch viele andere Künstler*innen in Bremen nutzen können."


 

Visiting Curators 2020/21: erste Künstler*innengespräche mit Nadia Lichtig

Am 26. und 27. April 2021 fanden im Rahmen von Visiting Curators 2021 die ersten Treffen zwischen Bremer Künstler*innen und der Gastkuratorin Nadia Lichtig (Kuratorin, Forscherin, Künstlerin und Professorin am MOCO (Montpellier Contemporain)) statt. Pandemiebedingt wurden die Gespräche digital geführt. Dennoch hatten die Künstler*innen auch in dieser Form die Möglichkeit, sich zu vernetzen und in einem ausführlichen Austausch ein Feedback zur eigenen künstlerischen Arbeit sowie den aktuellen Vorhaben zu erhalten. Die weiteren Treffen zwischen teilnehmenden Bremer Künstler*innen und den anderen diesjährigen Gastkurator*innen sollen, sofern möglich, im Oktober vor Ort in den Ateliers erfolgen.


Rückblick auf Visiting Curators 2019

Im dritten Durchlauf des Förderprogramms Visiting Curators kamen im November 2019 fünf international tätige Kurator*innen aus Baden-Baden, Karlsruhe, Berlin, München und Maastricht nach Bremen und besuchten insgesamt 33 Bremer Künstler*innen in ihren Ateliers sowie im Gastatelier des Künstlerhaus Bremen.

Eingeladen waren Dr. Monika Bayer-Wermuth, Kuratorin im Museum Brandhorst in München, Dr. Sven Beckstette, Kurator im Hamburger Bahnhof in Berlin, Anja Casser, Direktorin des Badischen Kunstvereins, Luisa Heese, Kuratorin der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden und Natasha Marie Llorens (in Vertretung für Huib Haye van der Werf), freie Kuratorin und Gastkuratorin (curator in residence) an der Jan Van Eyck Academy in Maastricht und Tutorin am Piet Zwart Institut Rotterdam.

Vorgeschlagen wurden sie von Prof. Ingo Vetter (Hochschule für Künste Bremen), Eva Fischer-Hausdorf (Kunsthalle Bremen), Janneke de Vries (Weserburg | Museum für moderne Kunst), Nadja Quante (Künstlerhaus Bremen) und Regina Barunke (GAK Gesellschaft für aktuelle Kunst).

Dr. Sven Beckstette zeigte sich begeistert von der „Vielfalt an künstlerischen Positionen, die unterschiedliche Medien, Ansätze und Generationen überspannten.“ Dr. Monika Bayer-Wermuth schätzte die Möglichkeit„die Künstler*innenszene Bremens kennenzulernen und sich mit Protagonist*innen der Bremer Kunstszene zu vernetzen“. Auch Künstler Ghaku Okazaki freute sich, dass seine Teilnahme an Visiting Curators ihn mit einer Kuratorin aus München zusammenbrachte.

Visiting Curators wird seit 2017 vom Künstlerhaus Bremen als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Künstler*innenförderung Bremen umgesetzt. Drei Mal hat das Förderprogramm nun bereits zu einem regen Austausch zwischen Bremer Künstler*innen mit auswärtigen Kurator*innen geführt und soll 2020 in die nächste Runde gehen.


Rückblick auf Visiting Curators 2018

Im Rahmen des Förderprogramms Visiting Curators besuchten im Herbst 2018 fünf international tätige Kurator*innen aus Berlin, Dublin, Heidelberg, Karlsruhe und Köln insgesamt 35 Bremer Künstler*innen in ihren Ateliers.

Eingeladen waren Philipp Ziegler, leitender Kurator am ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe; Heide Häusler, freie Kuratorin und Leiterin der Internationale Photoszene Köln; Akiko Bernhöft, freie Kuratorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin UdK Berlin; Christina Kennedy, Sammlungsabteilungsleiterin am Irish Museum of Modern Art (IMMA), Dublin, und Ursula Schöndeling, Direktorin des Heidelberger Kunstvereins. Vorgeschlagen wurden sie von den Bremer Kurator*innen Ingo Clauß (Weserburg | Museum für moderne Kunst), Janneke de Vries (GAK Gesellschaft für aktuelle Kunst), Eva Fischer-Hausdorf (Kunsthalle Bremen), Ingmar Lähnemann (Städtische Galerie Bremen) und Nadja Quante (Künstlerhaus Bremen).

In Einzelgesprächen präsentierten die Künstler*innen aus Bremen ihre künstlerischen Arbeiten. Die Kurator*innen beeindruckte die „Vielfalt der Künstlerateliers, die Art der Arbeiten sowie die Begeisterung und Konzentration der Künstler*innen bei der Diskussion der eigenen Ideen und Arbeiten.“ Auch die Qualität der Arbeiten wurde anerkennend wahrgenommen. Besonders die Möglichkeit auch ältere Künstler*innen besuchen zu können, schätzten die Kurator*innen sehr. „Es kann ganz wunderbar sein, als Gesprächsgrundlage ein jahrzehntelanges Werk vorliegen zu haben“, fanden mehrere Kurator*innen.
In den Gesprächen erhielten die Künstler*innen ein professionelles Feedback von den eingeladenen Kurator*innen. Der neue Blick von außen auf die eigene Arbeit wurde von vielen Künstler*innen „als bereichernd und anregend“ wahrgenommen.

Seit 2017 organisiert das Künstlerhaus Bremen dieses Projekt als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Künstler*innenförderung Bremen. Ziel des Förderprogramms
ist es, die Bremer Künstler*innen mit auswärtigen Kurator*innen zu vernetzen. Aus den Atelierbesuchen sind teilweise bereits nachhaltige Kontakte oder Einladungen entstanden. Mit dieser positiven Bilanz startet das Projekt Visiting Curators 2019 in die nächste Runde.


Rückblick auf Visiting Curators 2017

Folgende Kurator*innen wurden eingeladen:

Sophie Prager Direktorin Salon Dahlmann Berlin (vorgeschlagen durch Ingo Claus)

Regina Barunke Leiterin und Kuratorin der Temporary Gallery, Zentrum für Zeitgenössische Kunst, in Köln und Projektleiterin Der Kunstproduzenten (vorgeschlagen durch BBK)

Valerie Verhack, Kuratorin im M – Museum in Leuven, Belgium (vorgeschlagen von Eva Fischer-Hausdorf/Kunsthalle Bremen)

Dr. Julia Wallner, Direktorin des Georg Kolbe Museums (vorgeschlagen von Ingmar Lähnemann/Städtische Galerie)

Justė Jonutytė, Direktorin von Rupert, Kunst und Education Center in Vilnius, Lithuania (vorgeschlagen von Janneke De Vries/GAK) 


38 Künstler*innen wurden von den Kurator*innen besucht.

Dieses Projekt wird gefördert durch: