Filmvorführung: El Forat (1998-2004)

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung Lara Almarcegui – Brachflächen, Grabungen, Baustoffe statt.

1. Dezember 2011 um 19 Uhr

Im Rahmen der Ausstellung Brachflächen, Grabungen, Baustoffe von Lara Almarcegui zeigen wir den Dokumentarfilm El Forat (1998 - 2004) von Chema Falconetti. Für El Forat (1998 - 2004) verfolgte und dokumentierte Chema Falconetti den Kampf um das Forat de la Vergonya über mehrere Jahre hinweg. Der Film zeigt die wichtigsten Stationen und Fakten in der Entwicklung dieser bereits heute legendären Grünzone mitten im Herzen von Barcelona.

El Forat (1998 - 2004) erzählt von einem Bereich im Viertel Santa Caterina, der Altstadt von Barcelona, und dessen Bewohnern. Gemeinsam kämpfen sie für eine innerstädtische Grünzone, einen Platz der stellvertretend für das Bedürfnis der Menschen steht, stärker an der Gestaltung des öffentlichen Stadtraumes teilzuhaben.
Im Jahr 1998 setzte die Stadtverwaltung von Barcelona zu Sanierungsarbeiten des Viertels Santa Caterina an. Auf öffentlichen Plätzen sollten neue Einrichtungen zur allgemeinen Nutzung geschaffen werden, um die Wirtschaft durch neue Impulse anzukurbeln. Dafür wurden zahlreiche Häuserblöcke abgerissen und deren Bewohner verdrängt. Das Forat de la Vergonya (katalanisch: Loch der Schande) war ursprünglich als eine Grünzone geplant, wurde aber kurzerhand gegen den Willen der Bewohner für den Bau von Privatparkplätzen freigegeben. Daraufhin begann sich die Nachbarschaft zu mobilisieren, um ihren Anspruch auf den öffentlichen Raum geltend zu machen. Mit der symbolischen Pflanzung einer Pinie inmitten des Bauschutts rief sie zum Einsatz für das Forat auf - der Beginn eines nachbarschaftlichen Kampfes gegen die urbane Spekulation und die Gentrifizierung der Altstadt Barcelonas.