Sebastian Dannenberg – It`s all about the river Vol. 2

Performative Aktion im öffentlichen Raum

Sonntag, 3. Juni 2018

 

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung Sebastian Dannenberg – It's all about the river statt.

Sebastian Dannenberg wurde 2015 mit dem 39. Bremer Förderpreis für Bildende Kunst des Senators für Kultur ausgezeichnet. Teil des Preises ist eine Einzelausstellung, die der Künstler 2018 als dreiteiliges Projekt in einer Kooperation zwischen dem Künstlerhaus Bremen und der Städtischen Galerie Bremen realisiert.

Unter dem Titel IT`S ALL ABOUT THE RIVER verbindet Sebastian Dannenberg künstlerisch die Institutionen entlang der Kleinen Weser. Den Auftakt bildet eine Intervention im Galerieraum des Künstlerhauses Bremen. Sebastian Dannenberg nimmt die Architektur des Raumes zur Grundlage für eine Veränderung, die er in den Raum einträgt, um dessen Eigenheiten sichtbar werden zu lassen. Kennzeichen seiner künstlerischen Eingriffe ist häufig eine einfache, präzise, skulpturale Anordnung im Raum, die sich aus malerischen Prinzipien und Fragestellungen ableitet und dadurch den spezifischen Ort als vordeterminierten und dennoch offenen Grund begreift.

Im Fall des Projekts IT`S ALL ABOUT THE RIVER wird der Ortsbezug durch eine temporäre, performative Aktion in den öffentlichen Raum erweitert und übertragen. Nach Ende der Ausstellung im Künstlerhaus wird Sebastian Dannenberg innerhalb eines Tages eine Linie am Ufer der Kleinen Weser entlang bis zur Städtischen Galerie Bremen ziehen. Dort angekommen, überführt er im August die künstlerischen Überlegungen dieses Projekts in die spezifische Architektur der Räumlichkeiten der Galerie. Es geht ihm im Wesentlichen um den Zwischenraum, die Leerstellen, die Frage nach den Funktionen, Wegen und Verbindungen im Raum, die sich an den drei unterschiedlich geprägten Orten der Kunstinstitutionen Bremens stellen. Das Projekt erweist sich als widerständige Kunstintervention: einerseits im übertragenen Sinn, da das Projekt zwei Institutionenund deren konkrete Verbindung zueinander verhandelt und andererseits in einem buchstäblichen Sinn, indem der Künstler sich flussaufwärts gegen den Strom durch den öffentlichen Raum bewegt. Damit legt er eine Spur, die sich zwischen dem Künstlerhaus und der Städtischen Galerie Bremen einschreibt.