Präsentation und Diskussion zu aktuellen künstlerischen Zeitschriftenformaten

mit InterCity (Hamburg), muss sterben (München/Hannover) und The Critical Ass (Wien/Berlin)

In einer offenen Redaktionssitzung werden die Herausgeber*innen von drei aktuellen Künstler*innenmagazinen Einblick in ihre Produktionsweise geben, ihr jeweiliges Publikationskonzept präsentieren und diskutieren. 

„Zeitschrift für Föderalismus und Polyamorie“ nennt sich das Künstlermagazin InterCity im Untertitel. Damit wären schon mal aufgerufen: ein realpolitischer Pragmatismus und eine neue Science-Fiction, die den Machern zufolge an die Stelle fehlender Utopien treten muss. Der leicht depressive Sound, der sich durch die publizierten Essays, Ausstellungskritiken und Interviews zieht, sei dem desaströsen Zeitgeist geschuldet. Aber man halte dagegen, sagen sie, mit entspanntem Coolness-Downgrading, Ernsthaftigkeit und entschiedener Anti-Hysterie. 
Herausgeber Steffen Zillig (*1981) ist Künstler und schreibt als freier Autor Essays und Kritiken für Magazine wie Texte zur KunstKultur & Gespenster und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.

MUSS STERBEN ist eine etwa halbjährig erscheinende Zeitschrift, die seit 2014 von Stephan Janitzky und Sebastian Stein herausgegeben wird. Mittlerweile wurden sechs Ausgaben veröffentlicht. Nur voll-vierfarbig gedruckt erhältlich, muss in jeder Ausgabe etwas sterben, eine Motivation sich mit der Welt auseinanderzusetzen, eine Art negative attraktive Punchline. Einen eher lockeren konzeptionellen Ansatz verfolgend sind sie daran interessiert, so etwas wie einen Kettenbrief zu erschaffen, indem sie Autor*innen und Künstler*innen über mehrere Ausgaben hinweg immer wieder einladen. Sie vertreiben MUSS STERBEN mittels Abonnements, als persönliche Geschenke und bei Live-Präsentationen in Bars, Kunsträumen und Messen.
Stephan Janitzky (*1983) ist Künstler und arbeitet in München in einem Buchladen. 
Sebastian Stein wohnt in Hannover und organisiert dort gelegentlich Veranstaltungen im ruine hq.
www.musssterben.org

The Critical Ass: Kosten? Keine. Die Robert Müller Investigation folgt dem Geld in die eigenen tiefen Taschen. 
Redaktionsbeschimpfung: Üble Nachrede und Büromobbing als News.
Slow publishing: Müde Redakteurinnen berichten von ihrer Erschöpfung.
Arsch auf Eimer: Die Dreierspitze (Anke Dyes, Robert Müller, Niklas Lichti) als redaktionelle Success Story.
Anke Dyes ist Künstlerin und Autorin und lebt in Berlin.
Robert Müller ist Künstler und kuratiert in Wien die Ausstellungsreihe Nousmoules, sowie zuletzt die Ausstellungen Elevationsund Relevelationsin der Galerie Emanuel Layr, Wien und Rom. Er lebt in Berlin und Wien.
www.thecriticalass.at

Veranstaltung in deutscher Sprache.

Eintritt frei!

Vorher:
18 Uhr Kurator*innenführung mit Gloria Hasnay und Moritz Nebenführ 

Die Veranstaltungen finden im Rahmen der Ausstellung Jef Geys – Kempens Informatieblad statt.